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Spatenstich für neues Gerätehaus in Mühleip



Feuerwehrgerätehaus in Mühleip soll im September fertig sein

Was den Brandschutz angeht, können sich die rund 6000 Einwohner im südlichen Gemeindegebiet ab Oktober sicherer fühlen. Voraussichtlich im September wird das Feuerwehrgerätehaus in Mühleip fertig. Am 18. April traf man sich zum ersten Spatenstich auf der Baustelle neben dem Kreisel an der Talstraße.

463.000 Euro investiert die Gemeinde in das Gebäude nebst einer Fahrzeughalle mit drei Boxen. Zunächst werden dort ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Mannschaftstransporter untergestellt. Umkleiden und Sanitärräume für Männer und Frauen, ein Waschplatz und ein Aufenthaltsraum entstehen nach den Plänen des Architekten Werner Viehof. Auf 276 Quadratmeter addieren sich die Nettoflächen. Unterrichtsräume wird es nicht geben, da die Ausbildung weiterhin im Zentralort stattfindet, wie Feuerwehrchef Jürgen Bensberg erklärte. In Mühleip werde auch keine "Löschgruppe" installiert, vielmehr handele es sich um die Löscheinheit Eitorf-Süd.

Nachdem die Kommune einige Hindernisse aus dem Weg geräumt hat - unter anderem musste das gemeindeeigene Grundstück aus dem Landschaftsschutz genommen werden -, steht die Wehr jetzt vor der Herausforderung, weitere ehrenamtliche Helfer in den südlichen Ortschaften zu finden. Bisher sind es 16 bis 17 Freiwillige, die im Eitorfer Süden wohnen. Bensberg wünscht sich 10 bis 15 zusätzliche Kräfte, denn erfahrungsgemäß sei die drei- bis vierfache Personalstärke nötig, um im Einsatzfall die geforderte Einheit von neun Feuerwehrleuten zusammenzubekommen. Die Hoffnungen ruhen nicht zuletzt darauf, dass sich die Bewohner von Mühleip und der Eitorfer Schweiz mit "ihrem" künftigen Feuerwehrhaus identifizieren und sich unterm Blaulicht engagieren werden.

Erstmals zweiter Standort

Der Beigeordnete Karl Heinz Sterzenbach nannte das vor fünf Jahren erstmals beratene Bauprojekt "historisch". Zum ersten Mal erhalte die Eitorfer Feuerwehr einen zweiten Standort. Hintergrund sind, wie Bürgermeister Dr. Rüdiger Storch erläuterte, die Hilfsfristen, die für die südlichen Außenorte nicht immer einzuhalten seien. Im Klartext: Wenn es beispielsweise in Stein brennt, dauert es zu lange, bis die im Zentralort startende Wehr in der erforderlichen Stärke eintrifft. Das neue Feuerwehrgerätehaus, so Storch, spare einiges an Zeit und bringe deshalb "ein Stück mehr Sicherheit" für die Menschen im Eitorfer Süden.

(Artikel und Foto: Klaus Heuschötter, Rhein-Sieg Anzeiger)